Die Festlegung des Modellrandes erfolgt wahlweise mittels a) freiem Polygon, b) Flurstücksflächen innerhalb eines Polygons ('contains') oder c) überlappenden Flurstücksflächen ('overlaps'). Die anschließende regelbasierte Klassifizierung vermittelt 3A KATHOM das fachliche Know-How zur Prozessierung der einzelnen ALKIS Fachobjekte, wie z.B. der Zugehörigkeit zu Start- oder Zielsystem.
Die Sollpunktzuordnung stellt den 1-1 Zusammenhang zwischen Punkten aus Start- und Zielsystem her. Hierbei kommen verschiedene iterative Zuordnungsverfahren zum Einsatz, soweit nicht aufgrund der Punktkennung zugeordnet wird. Bei der iterativen Zuordnung über Fangkreis kann gewählt werden zwischen linearer Transformation und Natural Neighbour Interpolation; zur Erkennung von fehlerhaften Zuordnungen wird ein Ausreißertest für Beobachtungspaare ausgeführt. Als Alternative zur Methode der kleinsten Quadrate wird der robuste Schätzer nach Huber angeboten (iterative Re-Gewichtung).
Darüberhinaus stehen interaktive Funktionen zur Behebung von Zuordnungskonflikten zur Verfügung.
Die Erhaltung kartenimmanenter geometrischer Beziehungen der Objekte des Startsystems wird durch die Bedingungsgenerierung ermöglicht. Die Suche von Geradheiten und rechten Winkeln erfolgt vollautomatisch und umfasst eine durchgreifende Konsistenzprüfung zur Vermeidung von z.B. Extrapolationsfehlern. Weiterhin werden interaktive Funktionen zur Erzeugung von Bedingungen für Geraden, rechte Winkel, Abstände, Parallelitäten und allgemeine Winkel angeboten.
Zur konsistenten Transformation der Fachobjekte in das Zielsystem kommt der simultane Ausgleichungsansatz [Benning, zfv 1995] zum Einsatz. Geometrische Bedingungen und Restklaffen werden nachbarschaftstreu in einem Schritt ausgeglichen. Die a priori Ermittlung der Restklaffen erfolgt wahlweise multiquadratisch oder mit der Natural Neighbour Methode.
Die Ergebnisse der Ausgleichung können unmittelbar anhand von skalierbaren Verschiebungs- und Verbesserungsvektoren sowie einer Vorschau-Geometrie analysiert werden.
Den Abschluss der Bearbeitung bildet die tatsächliche Aktualisierung der ALKIS Objekte in der 3A Editor Projektdatenbank. Es erfolgt eine Überprüfung der Datenintegrität sowie die Bildung neuer Punktorte und Behandlung von Mehrfachfunktionen (in ALKIS: Punkte mit unterschiedlichen Kennungen aber identischen Koordinaten in Start- und Zielsystem).